Wiederbelebung des Hammer Rangierbahnhofs

als regionalwirtschaftlicher Schwerpunkt einer nachhaltigen und innovativen Güterverkehrspolitik

Um die klimapolitischen Ziele Deutschlands sowie die damit verbundene Reduzierung von CO2-Emissionen zu erreichen, führt kein Weg an einer Verlagerung von Gütern auf die Schiene und am Standort Hamm vorbei.

Die DB Cargo will die fast 60 ha des ehemaligen Rangierbahnhofs zu einem modernen Bahnlogistik-Knoten mit innovativer Verladetechnik und vielfältigen Güterzug-Verbindungen entwickeln. Auf der Südfläche soll ein Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr entstehen und ein Stützpunkt für multifunktionale Güterwagen neuester Bauart eingerichtet werden. Weitere Bahnlogistikunternehmen sollen sich hier ansiedeln.

Auf der Nordfläche kann ein Terminal für die Verknüpfung mit der Hafenbahn und ein Terminal für Einzelwagen- und Stückgutverkehr entstehen.

Noch in diesem Jahr werden die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamm, der Hafen Hamm, die DB Cargo, die Kombiverkehr GmbH & Co KG und Lanfer Logistik gemeinsam eine Entwicklungsagentur für nachhaltigen Güterverkehr gründen. Die Gesellschaft wird sich neben der Nachnutzungsplanung für den Rangierbahnhof und des straßenseitigen Anschlusses auch um die Akquise von Fördermitteln und der planerischen Einbeziehung benachbarter Gewerbeflächen befassen. Somit wird das Handlungsfeld ‚Nachhaltige und innovative Güterverkehrslogistik‘ als ein neuer Schwerpunkt der regionalwirtschaftlichen Strategie der Stadt Hamm bestimmt. Die Stadt Hamm nutzt ihren Standortvorteil und ihre trimodale Anbindung durch Schiene, Straße und Wasserstraße als Motor für eine neue wirtschaftliche Dynamik und neue Arbeits- und Ausbildungsplätze im Rahmen der wirtschaftlichen Transformation.

Der ehemals größte Verschiebebahnhof Europas bietet die deutschlandweit größte intakte Bahnflächenreserve: 325 Kilometer Gleise, 1100 Weichen, 160 Signale, 20 Stellwerke. Die Bahnanlagen ziehen sich über 9,3 Kilometer durch die Stadt, der Gleiskörper ist bis zu 470 Meter breit.

 

     

„MULTI HUB WESTFALEN“ in Hamm auf dem Weg

Neues Leben für den Rangierbahnhof Hamm (Westfalen) • Schiene, Straße und Wasserwege sollen auf einer multimodalen Verkehrsdrehscheibe klimafreundliche Logistik im Herzen Europas ermöglichen • Ein „westfälisches Modell deutscher Möglichkeiten“

Der einst größte deutsche Rangierbahnhof Hamm (Westfalen) wird zu einem Musterbeispiel für moderne Mobilität ausgebaut. Die Anlage soll zu einem multimodalen Bahnlogistikknoten mit innovativer Verladetechnik und zum Vorzeigeprojekt für klimafreundlichen Schienengüterverkehr werden. Auf fast 60 Hektar Fläche entwickeln sich Schiene, Straße und Wasserstraße zu einer Logistikdrehscheibe. Das Ziel: Mehr Güter von der Straße auf die klimafreundliche Schiene zu bringen – 170.000 Lkw-Fahrten können so pro Jahr eingespart werden.

Der MULTI HUB WESTFALEN liegt in Hamm ideal zwischen den Wirtschaftszentren des Ruhrgebietes, ist über alle Verkehrsträger optimal angeschlossen und bietet erhebliche Ausbaupotenziale für die Zukunft. Der Standort verfügt über alle Schnittstellen, die es ermöglichen, Güter mit möglichst geringem CO2-Fußabdruck ans Ziel zu bringen. Das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Hamm sowie die DB Cargo AG und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Hamm-Bielefeld haben dafür heute in einem „Memorandum of Understanding“ die vertragliche Grundlage geschaffen.

Das Konzept sieht neben der straßenseitigen Erschließung den Bau und den Betrieb eines multifunktionalen Logistikareals mit öffentlich zugänglichen Terminalanlagen und einer Anbindung an den bestehenden Güterbahnhof, Depotflächen, Logistikhallen und Gleisanschlüsse vor. Die Erfolgsgeschichte des einstigen größten Güterbahnhofs in Deutschland wird neu geschrieben. Das Areal wird ideal an den Schienengüterverkehr, das Straßensystem der Region und an das westdeutsche Kanalnetz angebunden.

Marc Berendes
Projektleiter
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