Wasserstoffstandort Hamm

Die Stadt Hamm wird in den nächsten Jahren die Produktion von grünem Wasserstoff vorantreiben und damit den Einsatz von Wasserstoff in der Breite der Unternehmerschaft ermöglichen – ein klarer Vorteil für das nahegelegene Industriegebiet Westfalen

Ein wichtiger Baustein der Wasserstoffwirtschaft in Hamm ist das Wasserstoffzentrum Hamm, welches auf Initiative der Stadtwerke Hamm und der Trianel GmbH gegründet wurde. Der geplante Elektrolyseur auf dem Gelände des Trianel Gaskraftwerks in Hamm-Uentrop wird eine Leistung von 20 Megawatt haben und damit bei geplanten 4.000 Volllaststunden bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren können.

Das Wasserstoffzentrum Hamm ist Teil einer regionalwirtschaftlichen Strategie, um den Industriestandort Hamm zu stärken und den Klimaschutz voranzutreiben. Flankiert wird das Vorhaben von der Wasserstoffallianz Westfalen. Mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommune soll ein Wasserstoffnetzwerk in der Region aufgebaut werden, um Unternehmen bei der Umsetzung von Wasserstoffprojekten zu unterstützen und beraten.

Im interkommunalen Industriegebiet Westfalen stehen 42 ha für wasserstoffaffine Unternehmen bereit.

Wasserstoff im kommunalen Fuhrpark

Auch im Bereich der Mobilität setzt Hamm zunehmend auf Wasserstoff. Die Stadtwerke Hamm bauen ihre Busflotte um 30 Wasserstoffbusse aus, zwei Fahrzeuge sind bereits im täglichen Einsatz. Damit wird Wasserstoff direkt im öffentlichen Nahverkehr genutzt und die Grundlage für eine emissionsärmere Mobilität geschaffen.

Auch der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) setzt auf Wasserstoff. Zwei Wasserstoff-Müllsammelfahrzeuge sind bereits im Einsatz. Damit wird die Nutzung von Wasserstoff über den ÖPNV hinaus auf weitere kommunale Anwendungsfelder ausgeweitet.

Mannesmann: Wasserstoff als Baustein der industriellen Transformation

Mit den Mannesmann-Werken am Kissinger Weg verfügt Hamm über einen bedeutenden industriellen Anwender und zugleich Anbieter von Wasserstofftechnologien. Der Hersteller von Präzisions- und Leitungsrohren arbeitet an einer nachhaltigen Transformation seiner energieintensiven Produktion und verfolgt das Ziel einer „Netto-Null-Produktion“. Dabei kommt bereits eine innovative Brennertechnologie von Kueppers Solutions zum Einsatz, die den Erdgasverbrauch und damit die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren kann. Perspektivisch können die Brenner ohne weitere Umrüstung auch mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Gleichzeitig produziert Mannesmann in Hamm H2ready®-Leitungsrohre für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff und leistet damit einen Beitrag zum Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur.

Standortvorteile des Industriegebiets Westfalen

Grüner Wasserstoff ab 2027: Hamm als die „grüne Steckdose“ für die Region Westfalen

Direkter Bezug von regenerativem Strom: Hamm-Uentrop erhält über die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) des Korridor B direkten Zugang zu erneuerbarem Strom aus den Küstenregionen. Die Inbetriebnahme ist für den Anfang der 2030er Jahre in Betrieb angesetzt.

Räumliche Nähe zum Wasserstoffzentrum Hamm

Direkte Anbindung an das Wasserstoffkernnetz: Hamm profitiert von der Anbindung an zwei Leitungen des nationalen Wasserstoffkernnetzes und damit von einer leistungsfähigen Infrastruktur für den Transport und die Versorgung mit Wasserstoff.

Innovative Wasserstofftestanlage: Seit Mai 2026 ist bei Terra Technology in Hamm eine Wasserstofftestanlage in Betrieb. Sie verbindet Photovoltaik, Batteriespeicher, Elektrolyseure und Bündelspeicher und ermöglicht die Erprobung und Weiterentwicklung innovativer Technologien für die Wasserstoffwirtschaft.

Direktes Zusammenwirken von Produzenten und Abnehmern vor Ort möglich

Hervorragende Infrastrukturanbindung: Anbindung an die Autobahn A2, Güterbahnanschluss vom Hafen Hamm über den Rangierbahnhof Hamm, Industriehafen am Datteln-Hamm-Kanal

Konkrete Anwendungsfelder: Logistik, Mobilität, energieintensive Industrie, Energieerzeugung/-versorgung

Pascal Ledune
Geschäftsführer
IMPULS. Die Hammer Wirtschaftsagentur
Tel.: +49 2381 9293–100
ledune@impuls-hamm.de

Reinhard Bartsch
Geschäftsführer
Stadtwerke Hamm GmbH /
Wasserstoffzentrum Hamm GmbH & Co. KG
Tel.: +49 2381 274-4030
r.bartsch@stadtwerke-hamm.de

Carsten Lantzerath-Flesch
Geschäftsführer
Industriegebiet Westfalen GmbH
Tel.: +49 2381 9293-103
lantzerath-flesch@industriegebiet-westfalen.de

Justus Beste
Projektleiter
Wasserstoff-Allianz Westfalen GmbH
Tel.: +49 151 4249 871 4
beste@wasserstoffallianz-westfalen.de